   
Broschüren Information zur Schweizer Kultur
Passagen -Pro Helvetia Kulturmagazin
Tätigkeitsbericht 2003
  
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Passagen/Passages Nr. 37 Herbst 2004
swixx
Kulturelle Welten der Schweiz
Editorial
Die Schweiz war schon immer eine spezielle Mixtur, zusammengesetzt aus mehr als vier Kulturen, getrennt und vereint durch Eigensinn und Weltoffenheit. Ein Kreuzungspunkt von verschlungenen Wegen, oft von viel entfernteren Regionen herführend als wir ahnen. Denn kulturell gesehen, gibt es längst keine klaren Grenzen mehr zwischen der inneren Vielfalt dieses Landes und deren weltumspannenden Wurzeln. Besonders Migranten, Künstlerinnen und Künstler können uns ein Lied vom Leben und Überleben in der Heimat des permanenten Anderswo singen und von seinen rabiaten, fliessenden Übergängen. Sei es aus Not oder aus freier Wahl. Schon der voll ausgeschriebene Name der Künstlerin, deren Video Stills dieses Heft gestalten, spricht Bände: Ingrid Paula del Carmen Wildi Merino.
Das Kulturmagazin Passagen macht mit dieser Ausgabe den Auftakt zum zweijährigen Programm SWIXX von Pro Helvetia. Unter dem Titel Kulturelle Welten der Schweiz möchte die Stiftung den Blick für das aktuelle Schaffen in Musik, Theater, Literatur, Tanz, Visuellen Künsten und Alltagskultur schärfen und zwar unter dem Aspekt, dass dieses Schaffen immer öfter aus Begegnungen und künstlerischen Auseinandersetzungen von Menschen unterschiedlichster Herkunft entsteht.
Während die einen den ‹Tanz der Kulturen› im globalen Weltdorf preisen, die Befreiung von allen falschen Ursprungsmythen und ihrer politischen Vereinnahmung begrüssen, sprechen die anderen von einer sich darin abzeichnenden neuen Beliebigkeit. Zweifellos, mit dem sich erweiternden Blickfeld des kulturellen Weltbürgers scheint auch der blinde Fleck in seinem unserm! Auge zu wachsen. Mit dieser SWIXX-Passage versucht Pro Helvetia deshalb jene kulturellen Schnitt- und Schaltstellen ins Blickfeld zu rücken, aus denen sich kreative Lebensformen und künstlerische Lebenswerke entwickeln. Dabei zeigt sich, dass Kunst und Kulturaustausch nicht allein von künstlerischer und politischer Weitsicht leben, sondern in der Nähe eines unvoreingenommenen Zusammenspiels im Alltag beginnen.
Die Redaktion
Passagen/Passages Nummer 37, PDF-Datei, 556 KB
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