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Vorgeschichte
Eine 1975 an der ETH von Thomas Boga und Martin Steinmann organisierte Ausstellung sprach zum ersten Mal von einer “Schule”, der mehrere junge Tessiner Architekten angehören würden.
Die Werke von Mario Botta, Mario Campi, Aurelio Galfetti, Bruno Reichlin & Fabio Reinhart, Flora Ruchat-Roncati, Luigi Snozzi und Livio Vacchini erschienen in diesem Kontext als programmatische Aussagen einer ausserordentlich produktiven Periode, was die architektonische Erfahrung angeht, eine Epoche, die in der Folge mit dem Stichwort “Tendenz” bezeichnet wurde.
Mitte der achtziger Jahre wurden an der ETH Zürich zwei Lehrstühle an Tessiner Architekten Mario Campi und Flora Ruchat-Roncati vergeben. Unter den Assistenten stachen damals besonders Bruno Reichlin und Fabio Reinhart hervor, die später an schweizer, europäischen und amerikanischen Universitäten als Professoren ernannt werden sollten. Mit der Zeit wurden fast alle Vertreter der Tendenz auf die wichtigsten Lehrstühle weltweit (Yale School of Architecture, Facoltà di architettura des Politecnico, Mailand, Harvard University, Syracuse University, Rhode Island School of Design, Gesamthochschule Kassel) berufen.
1996 wurde in Mendrisio, im Kanton Tessin, die Akademie für Architektur eingeweiht, eine von Mario Botta initiierte und von Aurelio Galfetti geleitete Institution.
Wichtigstes Ziel dieser Ausstellung ist es, sowohl die Werke zu zeigen, die die Tessiner Architekten in ihrem eigenen Gebiet bekannt gemacht haben, als auch jene, die sie in der Folge in der ganzen Schweiz und im Ausland realisiert haben.
Die Ausstellung will den Geist dieser “Tendenz” darstellen und auf diese Weise dazu beitragen, den Ruf und das Prestige der Tessiner Architektur auf der internationalen Szene zu konsolidieren.
Die Vorstellung der Werke und ihrer Autoren wird ergänzt durch Beiträge von bedeutenden Forschern im Gebiet der zeitgenössischen Architektur (Kenneth Frampton, Jacques Gubler, Werner Oechslin und Roberto Masiero), die den Erfolg der Protagonisten der Tessiner Szene erklären.
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